Erstellt am 1. Juni 2015

Gesicherte, finanzielle Basis

Für die Verleihung des Museumsgütesiegels muss die finanzielle Basis des Betriebes langfristig gesichert sein.
Im „Leitfaden zur Erstellung eines Museumskonzepts“ von unseren Kolleginnen und Kollegen des Deutschen Museumsbunds und ICOM Deutschland finden sich folgende Frage, die bei der Einreichung als Hilfestellung herangezogen werden können:

  • Wie wird die Grundfinanzierung des Museums gesichert?
  • Gibt es Absprachen, Vereinbarungen / Verträge, Gemeinderatsbeschlüsse …
  • Aus welchen Quellen speist sich die Finanzierung des Museums?
  • Welchen haben daran der Träger, die selbst erwirtschafteten Mittel, Drittmittel …
  • Verfügt das Museum über Vermögenswerte? Kapital, Immobilien …
  • Stellt das Museum einen Budgetsplan (Einnahmen-/Ausgabenrechnung) auf?
  • Personalaufwendungen und Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen
  • Wie hoch ist der prozentuale Anteil der Haushaltsmittel für die unterschiedlichen Aufgabenfelder? (Sammeln, Bewahren, Forschen, Ausstellen und Vermitteln, Gebäudeunterhalt …)
  • Wie wird der Haushalt geführt? Kameralistik, doppelte Buchhaltung, Globalhaushalt?
  • Ist eine Übertragung von Haushaltsmitteln in das Folgejahr möglich?
  • In welcher Höhe dürfen die Einnahmen für die Museumsarbeit verwendet werden?
  • Wird Kosten- und Erlöscontrolling betrieben? (Höhe, Verteilung, Entwicklung von Einnahmen und Ausgaben, Deckungsbeitrag …)
  • Werden externe Finanzmittel eingeworben? (Projektförderung, Drittmittel, sonstiges Fundraising / Sponsoring …)
  • Wird das Museum durch einen Förderverein oder Freundeskreis etc. finanziell oder ideell unterstützt? (Förderung von Ankäufen / Veranstaltungen, ehrenamtliche Mitarbeit im Museum …)
  • Welche wirtschaftliche Bedeutung hat das Museum für den Ort, die Stadt, die Region?

(Aus: Deutscher Museumsbund, ICOM Deutschland: Leitfaden zur Erstellung eines Museumskonzepts. 2011)

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Für diesen Beitrag wurden ergänzende Dateien hinterlegt:

Deutscher Museumsbund: Leitfaden zum Museumskonzept, 2011