Erstellt am 8. Februar 2016

Mit einem grosszügigen Umbau der Barrierefreiheit entgegen – Das Karikaturmuseum Krems

Das Karikaturmuseum Krems ist Österreichs einziges Museum für Karikatur, Satire, Comic, Graphik Novel und Cartoon und ist zu seinem 15-jährigen Jubiläum 2016 dank baulicher Maßnahmen nun vollständig barrierefrei.

Der Zugang, bis dato eine schwere Schwingtüre, wurde durch eine automatische Schiebetüre ersetzt. Außerdem wurden Handläufe für besonders junge, ältere oder gehbeeinträchtigte Besucher/innen installiert. Das Kassapult des Karikaturmuseum Krems bietet nun serviceorientierten Zugang und Platz für barrierefreien Zahlungs- und Informationsverkehr und wird von Bildschirmen mit der jeweiligen Information unterstützt. Neben den baulichen Aktionen wird die Barrierefreiheit auch in vielen anderen Bereichen umgesetzt.
Bereits zur Eröffnung 2001 stand dieses Thema im Fokus: Größere Schriften bei allen Beschriftungen vom Label bis zum Saaltext wurden bereits damals realisiert, sowie niedrigere Hängung der Kunstwerke und Vitrinen für Objekte speziell für das jüngste Publikum. Eine Rampe, statt Stufen inmitten der Ausstellungsfläche und ein barrierefreier Lift zählten ebenfalls damals schon zu den Maßnahmen.

Auch bei der Vermittlung wird im Karikaturmuseum Krems auf Inklusion und Barrierefreiheit geachtet. Das Team der Kunstvermittlung besteht aus unterschiedlichen Persönlichkeiten mit pädagogischen Ausbildungen. Somit ist gewährleistet, dass Gruppen mit besonderen Bedürfnissen – physisch oder psychisch – gemeinsam mit ihren Begleitpersonen speziell betreut und Ausstellungsinhalte zielgruppenorientiert vermittelt werden.
Für Individualbesucher/innen sind in den Hauptausstellungen leicht verständliche Begleithefte, als Rätselrallye aufgebaut, geschaffen worden. In jedem Raum befinden sich Klappen, die rollstuhlgerecht angebracht sind, um dort weiterführende Texte zu lesen und sich innerhalb der Ausstellung mit den Kunstwerken zu beschäftigen. Tragbare Museumshocker, in leichter Bauweise, können in den Ausstellungsraum mitgenommen und aufgestellt werden, wo man sitzen möchte. Gemütliches Verweilen vor dem Objekt ist nun jedem möglich gemacht, ob gehbeeinträchtigt oder nicht.

Für Menschen mit Behinderung ist der Eintrittspreis ermäßigt und eine im Ausweis eingetragene Begleitperson hat freien Eintritt. Trotz, oder vielleicht aufgrund all dieser Maßnahmen sieht das Karikaturmuseum Krems weiterhin noch Potential in Richtung Inklusion.

Tamara Huf, Studierende an der FH Joanneum “Ausstellungsdesign”


Fotos: Karikaturmuseum Krems

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