Erstellt am 4. August 2015

Im steirischen Feuerwehmuseum heisst Barrierefreiheit: Besucherfreundlichkeit

Das Steirische Feuerwehrmuseum zeigt in seiner Dauerausstellung Objekte aus der Geschichte der Feuerwehr mit Blick auf das soziale Umfeld der Feuerwehrmänner von damals und heute. Das Museum verfügt über eine besondere Sammlung nationaler sowie internationaler Feuerwehrhelme und zeigt wechselnde Kunstausstellungen.

Weitesgehend barrierefrei

Der barrierefreie Zugang zu allen Räumlichkeiten war dem Museumsteam bereits vor über zehn Jahren ein großes Anliegen. Dabei wurden Rampen, ein Lift zur Schausammlung im ersten Stock und ein adäquater Toilettenbereich realisiert. Zudem werden seitdem auf Anfrage Führungen in Gebärdensprache in Kooperation mit dem Österreichischen Gehörlosenbund angeboten und beim Einbau neuer Fenster und Rollos wurde speziell auf das Interesse von Stauballergikerinnen und -allergikern eingegangen.
Mit Rücksichtnahme auf die historische Bausubstanz und das architektonische Konzept konnten allerdings nicht alle Maßnahmen umgesetzt werden. So kann beispielsweise keine automatisch öffnende Eingangstüre verwirklicht werden.

Besucherfreundlichkeit

Dies führte zu der Idee des Besucherfreundlichen Museums mit einer Begegnung auf Augenhöhe. Als kleines Museum bietet das Steirische Feuerwehrmuseum den Vorteil individuell auf sein Publikum eingehen zu können.
Jeder Gast wird persönlich betreut: So  wird beispielsweise die Besucherin/der Besucher mit eingeschränkter Mobilität persönlich an der Türe abgeholt.

Interaktiv

Bei der diesjährigen Neuaufstellung der Objekte in den Schauräumen wurden im Rahmen des besucherfreundlichen Museums und der Inklusion wieder dementsprechende Maßnahmen getätigt. Interaktive Gucklöcher sind auf verschiedenen Augenhöhen angebracht. Außerdem gibt es Hör- und Sehstationen, die auf unterschiedliche Bedürfnisse des Publikums ausgerichtet sind, mobile Tablets sollen allen Besucherinnen und Besuchern den Zugang zu den Ausstellungsinhalten ermöglichen.
Weiters steht die App „Speechcode“ allen Besucherinnen und Besuchern zur Verfügung. Die App liest wahlweise laut Informationen vor oder bietet die Möglichkeit zur persönlichen Nachlese.
Bei der individuellen Bedienung dieser technischen Neuerungen helfen stets die Mitarbeiter/innen des Feuerwehrmuseums getreu dem Motto „Begegnung auf Augenhöhe“ weiter, was die begeisterten Museumsbesucher/innen auch immer wieder kommen lässt.

Tamara Huf, Studierende an der FH Joanneum „Ausstellungsdesign“

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