Erstellt am 27. Mai 2015

Was ist ein Museum gemäß ICOM-Definition?

In Österreich ist der Begriff „Museum“ rechtlich nicht geschützt und an keinerlei Auflagen gebunden.
Es ist eine Selbstverpflichtung jeder Institution und jeder Mitarbeiterin/jedes Mitarbeiters, sich an die „Ethischen Richtlinien von ICOM – International Council of Museums“ zu binden und diese in der täglichen Museumsarbeit bewusst und mit Sorgfalt anzuwenden.

Diese Richtlinien definieren das Museum als „eine gemeinnützige, auf Dauer angelegte, der Öffentlichkeit zugängliche Einrichtung im Dienste der Gesellschaft und ihrer Entwicklung, die zum Zwecke des Studiums, der Bildung und des Erlebens materielle und immaterielle Zeugnisse von Menschen und ihrer Umwelt sammelt, bewahrt, erforscht, bekannt macht und ausstellt“.
(Aus: ICOM – International Council of Museum, Ethische Richtlinien für Museen. 2006)

Die Museumsregistrierung ist Voraussetzung für die Erlangung des Museumsgütesiegels.
Die Museumsregistrierung besteht aus 18 Ja-oder-Nein-Fragen, die den Schluss zulassen, ob es sich hierbei um ein Museum handelt, das der ICOM-Definition von Museum entspricht.  Diese Fragen gliedern sich in drei Bereiche:

  • Das Museum und seine Sammlung
  • Das Museum und seine Besucher/innen
  • Stabile rechtliche und finanzielle Basis

Liste der registrierten Museen und weitere Informationen auf www.museen-in-oesterreich.at.

Eine gute Übersicht, was alles für eine qualitätsvolle Museumsarbeit notwendig ist, bietet der vom Deutschen Museumsbund gemeinsam mit ICOM Deutschland 2006 herausgegebenen Leitfaden „Standards für Museen“ herausgegeben.

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Für diesen Beitrag wurden ergänzende Dateien hinterlegt:

DMB "Standards für Museen" ICOM Code of Ethics