Museums-App oder mobiles Web? Erfolgsfaktoren für Multimedia Guides

Klassische Audioguides auf Leihgeräten werden immer häufiger durch Multimedia-Guides ersetzt, die am Smartphone der Besucher/innen laufen. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, steht neben der Kosteneinsparung bei Leihgeräten damit auch die gesamte Palette an digitalen Möglichkeiten zur Verfügung, um Inhalte spannend und zeitgemäß zu vermitteln. Doch welche Technologie ist für die Umsetzung eines Multimedia-Guides am besten geeignet?
In Frage kommen dafür mobile Apps, mobile Webseiten oder (progressive) Web-Apps, jeweils mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen.

Mobile Apps

Pro:

  • Sehr gute Qualität und Benutzerfreundlichkeit bei professioneller Umsetzung.
  • Komplette Offline-Verfügbarkeit der Inhalte möglich, sofern es bei der Entwicklung berücksichtigt wird.
  • Vermarktung über den Apple App-Store und über Google Play
  • Voller Zugriff auf alle Gerätefunktionalitäten, z.B. für Augmented Reality-Anwendungen oder Beacons.

Contra:

  • „Native“ Apps müssen für iOS und Android separat entwickelt werden, das bedeutet höheren Aufwand.
  • Bei Updates von iOS, Android oder den App-Store Richtlinien ist häufig eine Anpassung notwendig, um mit den Neuerungen Schritt zu halt.
  • Dadurch ergeben sich höhere Kosten bei Erst- und Weiterentwicklung.
  • Bei der Veröffentlichung im Store muss ein Freigabeprozess durchlaufen werden, der in Ausnahmefällen bei Rückfragen etliche Tage dauern kann. Es ist also eine längerfristige Planung von App-Updates inkl. Pufferzeiten erforderlich.
  • Der App-Download und die Installation über die Stores ist vergleichsweise aufwendig, durch diese Hürde werden daher weniger Benutzer/innen als über das Web erreicht.
  • Es wird ggf. ein WLAN mit großer Bandbreite benötigt, da oft schon beim App-Start sehr große Datenmengen übertragen werden, insbesondere wenn alle Inhalte offline verfügbar sein sollen. (Die meisten Benutzer/innen werden die App vor Ort installieren.)

Mobile optimierte Websites

Pro:

  • Vergleichsweise geringe Kosten
  • Eventuell kann auch eine bereits bestehende Website erweitert werden.
  • Sofort ohne Installation verfügbar, ein Link oder ein QR-Code ist ausreichend.
  • Datenübertragung in kleinen Paketen, sobald die Informationen benötigt werden. Ein WLAN wird daher weniger stark und eher gleichmäßig beansprucht.
  • Unabhängig von iOS oder Android, daher keine Anpassungen aufgrund von Updates des Betriebssystems notwendig.

Contra:

  • Die Bedienung ist im Vergleich zu Apps oder Web-Apps schlechter, je nach Umsetzung kann sie aber dennoch gut sein.
  • Nur online verwendbar.
  • Weniger Gerätefunktionen verfügbar, multimediale Inhalte oder GPS-Lokalisierung sind aber in jedem Fall möglich.

Progressive Web-Apps

Pro:

  • Benutzerfreundliche Bedienung und flüssige Animationen, wie man sie von Apps kennt.
  • Bei guter Umsetzung de-facto nicht von einer nativen App zu unterscheiden.
  • Geringere Kosten durch plattformübergreifende Entwicklung für iOS, Android und Web.
  • Nutzung im Browser oder als eigenständige App ohne Browser-Fenster möglich.
  • Sofort ohne Installation verfügbar, ein Link oder ein QR-Code ist ausreichend. Es werden somit mehr Benutzer/innen als bei Installation über den App Store erreicht.
  • Unbürokratische Veröffentlichung über einen frei wählbaren Webserver, kein Freigabeprozess.
  • Wenn gewünscht ist auch eine zusätzliche Veröffentlichung im Apple App Store sowie im Google Play Store möglich. (Man spricht dann von einer „hybriden App“, da die Web-App in einen „Rahmen“ für iOS und Android eingebettet wird.)
  • Inhalte je nach Konzeption offline verfügbar, WLAN nicht immer erforderlich.

Contra:

  •  Sehr spezielle Gerätefunktionen sind aktuell nicht verfügbar, etwa für die Umsetzung von Augmented Reality Anwendungen.

Technologie-Fazit

Aus heutiger Sicht spricht sehr viel für die Umsetzung von Mediaguides als Progressive Web App, die den optimalen Mix aus Benutzer/innenfreundlichkeit, Flexibilität, möglichen Funktionalitäten und Kosten bieten.
Native Apps können ihre Stärken hingegen am besten bei speziellen Anwendungen wie etwa Augmented Reality ausspielen.

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Thomas Höchtl, Guide Kit, Wien

Datum

Erstellt am 13. April 2020

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