Erstellt am 23. März 2015

Schloss Hartheim – Webinfos in Leichter Lesen

Zwischen 1940 und 1944 wurden im Schloss Hartheim rund 30.000 Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung sowie psychisch kranke Menschen ermordet. Seit 2003 ist die Tötungsanstalt des nationalsozialistischem Regimes als Lern- und Gedenkort zugänglich, um durch Ausstellungen, Veranstaltungen und umfangreiches Vermittlungsprogramm wider des Vergessens anzukämpfen und Bewusstseinsarbeit zu leisten. Das pädagogische Team hat diese Aufgabe in einem Leitbild zusammengefasst.

Gerade an einem Ort wie Hartheim war das Thema Barrierefreiheit bei der Konzeption des Lern- und Gedenkorts Schloss Hartheim (LGSH) von Beginn an ein besonderes Anliegen. Seit der Eröffnung der Ausstellung und Gedenkstätte im Jahr 2003 ist der Lern- und Gedenkort barrierefrei zugänglich. Im Jahr 2013 ist zudem der Zugang zum Friedhof erleichtert worden. Seit zwei Jahren bemüht sich der LGSH außerdem, die kommunikative Barrierefreiheit zu verbessern. Die Basisinformation zum LGSH auf unserer Homepage in Leichter Sprache ist ein erster Schritt in diese Richtung. Weitere Vermittlungsangebote in Leichter Sprache sollen – in Austausch mit Expertinnen und Experten – als nächste Projekte erarbeitet werden. Ziel ist es, weitere Barrieren zu beseitigen und ein breiteres Angebot der Vermittlung für ALLE Menschen in Schloss Hartheim voranbringen, sagt Irene Zauner-Leitner, stellvertretende Leiterin sowie Leiterin der Abteilung Pädagogik.

Erinnern und nicht vergessen geht uns alle an und die Informationen sollten für alle Menschen gleichermaßen zugänglich sein. In einem ersten Schritt hat das Team von Schloss Hartheim die Besucher/innen- wie allgemeinen Informationen über den Ort auf der Website in Leichter Sprache (LL A2) zugänglich gemacht. Weitere Schritte sind in Arbeit: Info-Folder und eine Rundgangsbroschüre sollen demnächst fertig gestellt werden.


Foto: Isiwal (talk) / Wikimedia