Erstellt am 20. März 2015

Dinge beim Namen nennen

Eva Ofner, Ansprechperson für Barrierefreiheit im Universalmuseum Joanneum, betont, wie wichtig es in ihrer täglichen Arbeit ist, dass die richtigen Begrifflichkeiten verwendet werden: Eine Verallgemeinerung des Begriffs „Behinderung“ wird nicht gerne gesehen. Menschen mit Behinderung/en sind keine einheitliche Gruppe: Es gibt Menschen mit Sehbehinderung, Gehörlose, Menschen mit Gehbehinderung, mobilitätseingeschränkte Menschen, … Ihr Lesetipp ist das Buch der Begriffe, „ein ungewöhnliches Wörterbuch zu Fragen von Behinderung und Integration. Das Nachschlagewerk listet nicht nur eine Reihe von Begriffen und Redewendungen auf, die Menschen mit Behinderungen sprachlich diskriminieren. Es bietet auch Anleitungen für einen nicht-diskriminierenden, respektvollen Sprachgebrauch und erläutert wichtige Fachbegriffe“, so der Einleitungstext.

Das Universalmuseum Joanneum hat umfangreiche Maßnahmen an den einzelnen Standorten unternommen, um ein #MuseumFürAlle sein zu können, die Sie hier einsehen können.
„Barrierefrei sein, heißt vor allem Bewusstsein schaffen und Menschen ohne Behinderung/en zu sensibilisieren, um die speziellen Herausforderungen für Menschen mit Behinderung/en im Alltag zu verstehen, zu sehen und möglicherweise mittels einfacher Maßnahmen zu beseitigen – auch Besucher/innen ohne Behinderung/en müssen sensibilisiert werden.“ sagt Eva Ofner.


Fotos: Universalmuseum Joanneum