Erstellt am 29. Januar 2019

Metadaten und Datenaktualisierung

Metadaten sind Daten, die für die Bestände von Kulturinstitutionen von zentraler Bedeutung sind. Sie beschreiben Ressourcen, eine Entität, ein Objekt oder andere Daten.
Im informationswissenschaftlichen und bibliothekarischen Kontext versteht man hierunter Daten, die der Beschreibung von sowohl elektronischen als auch nicht-elektronischen Ressourcen dienen.

Standards und Formate

Es gibt mehrere Standards für die Vergabe von Metadaten. Sie hängen in erster Linie von der Art der Daten und ihrer Verwendung ab. Im wissenschaftlich-bibliothekarischen Bereich werden die Metadaten nach dem Regelwerk RAK-WB vergeben, den Regeln für die alphabetische Katalogisierung in wissenschaftlichen Bibliotheken. Für Webseiten und Datenbanken online gibt es die Regeln der Dublin Core Metadata Initiative. Daneben gibt es noch einige fachspezifische Regelwerke, wie zum Beispiel die Standards für Metadaten der Geowissenschaften. Unternehmen, die ein Dokumentenmanagementsystem verwenden, benutzen oftmals selbst definierte Metadaten, die sich aus der Art der Dokumente ergeben.

Die verpflichtenden, das Objekt beschreibende Daten müssen zusätzlich zum digitalen Objekt geliefert werden, damit ein Objekt in einer Datenbank oder einem öffentlich zugänglichen Portal dargestellt werden kann.
Zu den Metadatenspezifikationen gehören detaillierte Angaben die zur Beschreibung des Objekts, Details des originalen Objekts, Details des digitalen Objektes, beitragenden Personen, Rechtehinweise, Bildung, Relationen zu referenzierten Objekten und anderen Stichworten.
Zu den Minimumanforderungen zählen der Titel des Objekts, die Beschreibung des Objekts, Angaben zu Personen, die zur Erstellung des originalen Objektes etwas beigetragen haben, das Aufnahmedatum, die Inventarnummer, der Rechtestatus sowie der Herausgeber der Ressource.

Die Neuerfassung der Datensätze in einer Datenbank beansprucht etwas Zeit und sollte gewissenhaft erledigt werden. Bei der Datenaktualisierung ist darauf zu achten, dass man den Datensätzen gegebenenfalls neue, relevante Informationen oder auch neue Forschungsergebnisse hinzufügt. Sobald ein Objekt ausscheidet, bleibt der Datensatz vorhaben, es ändert sich lediglich der Status des Objekts. Das editieren der Datensätze beansprucht meist weniger zeitlichen Aufwand und man muss dafür meistens keine zusätzlichen personellen Ressourcen rekrutieren.

Christiane Gastl, Studierende an der FH Joanneum „Ausstellungsdesign” und Digitalisierungsspezialistin


Weiterführende Links

Deutsch Nationalbibliothek, Erklärung Metadaten

 


Foto: pxphere

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