Erstellt am 15. Oktober 2017

Im Fokus: Text- und Informationsträger

Das Material der Text- und Informationsträger ist abhängig von Budget und Verwendung:

# dickeres Papier/Pappe
# Karton
# Klebefolie
# Stoffbahnen
# Holzplatten
# Aluminium
# Plexiglas
# PVC (Kunststoff)

Die Wahl des Materials hat nicht nur Einfluss auf die Kosten sondern auch auf die anschließende Wartung.
Bei einer temporären Ausstellung sollte auch auf die leichte Demontage geachtet werden, ohne zu viel Schaden am Untergrund zu verursachen.
Bei der Gestaltung der Text- und Informationsträger sollte auf ein einheitliches Bild geachtet werden und mit gleichen Komponenten sowie Schriftfamilien gearbeitet werden.
Wenn die Oberflächenbeschaffenheiten sich unterscheiden, kann dies Auswirkungen bei wechselnden Lichtverhältnissen haben. Dadurch kann sich die Lesbarkeit der Texte durch unterschiedlicher Reflexion oder Schattenbildung verschlechtern.

Eine gute Eigenschaft und Qualität besitzen Leichtstoffplatten, auch KAPA-Platten genannt. Diese lassen sich leicht bearbeiten, besitzen eine gute Druckfestigkeit und hohe Altersbeständigkeit, sind säurefrei und preislich günstig. Zudem sind sie auch in verschiedenen Farben und Materialverbindungen erhältlich.

Platzierung

Die richtige Positionierung der Textträger ist sehr wichtig. Eine optimale Betrachtungshöhe liegt etwas niedriger als die Durchschnittsaugenhöhe von 165 cm. Natürlich sollte auch die Raumstruktur und die Ausstellungsgestaltung berücksichtigt werden um ein optimales Ergebnis zu erhalten. Die Zugehörigkeit der Objektbeschreibung (C-Texte) muss für den Leser leicht erfolgen, darf aber nicht von dem Objekt ablenken. Nachdem man sich für ein Layout entschieden hat – ob links, rechts oder mittig vom Objekt –, sollte dieses auf die gesamte Ausstellung übertragen werden, damit eine gute Lesbarkeit vorhanden bleibt.
Speziell bei Vitrinen sollte eine behutsame Objektbeschriftung gewählt werden. Eine Möglichkeit besteht darin, die Objekte zu nummerieren und die Beschriftung auf dem Sockel im Außenbereich zu positionieren. Bei Objekten, die tiefer liegen, ist es möglich die Beschriftung leicht anzuwinkeln. So entsteht eine bessere Lesbarkeit.

Viktoria Kager, Architektin und Ausstellungsdesignerin, Graz


Fotos:  Illustrationen entnommen aus >>> Gestalterische Elemente in der Ausstellung Eine Handreichung der LVR-Museumsberatung. 2015

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Für diesen Beitrag wurden ergänzende Dateien hinterlegt:

Gestalterische Elemente in der Ausstellung Eine Handreichung der LVR-Museumsberatung